Oliver - Das Haus am Ende der Pühavaimu

Das rostfarbene Holzhaus am Ende der Pühavaimu

Steht leer und hinter dem Staketenzaun 

Der von der Witterung fast abgeschält ist

Steht sein zusammengewürfelter Körper

Mit seinen Anbauten

Halb verdeckt von der Eiche und der mehrstämmigen Weide. 

 

Kein verrücktes Kreischen von der Schaukel mehr.

Einer der beiden Schaukelsessel fehlt

Und die Stummel erinnern an 

Kinderlähmung oder Prothesen.

 

Keine plattgedrückten Nasen mehr 

An den Fenstern im oberen Stock.

Verblasste aufgemalte Blumen Sterne und Pilze…

 

Keine kichernden Mädchen in verwaschenen Röcken auf den Treppenstufen

Von denen zwei eingebrochen sind. 

 

Keine schlaksigen Jungs mehr

Die sich im viel zu engen Garten

Steilpässe zuspielen

Mit einem kürbisweichen Lederball

Und hin und wieder einer Touristin nachpfeifen.

 

Das Haus steht leer.

Noch ist kein Fenster eingeworfen.

Im Garten hängen einige Leintücher auf den Leinen

Wie verrauchte Gardinen. 

Es steht leer und trägt

Wie ein lustiges Pflaster 

Überm Portikus 

Ein Schild

Zu verkaufen.

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