350. Tagesgedicht: Versühnung

Entlöhnung für den Schatten eines Flügels

Für den Schutt eines Pfads

Gezogen im Makel eines Himmels

Und durch die Blaupause einer Sühne -

Schwalbenbühne der Träume…

Die Frage gilt: wer erhebt

Ohne Mühe seine Köpfe

Aus dem Wirbel-Grund

Ungeheuchelter Heimlichkeit?

 

Verhöhnung für die Taten einer Rede

Für das Gut einer Phrase

Betrogen im Krakel eines Blatts

Und durch das Grauhausen einer Bühne -

Hühnengrab der Nähe…

Die Frage gilt: wer erlebt

Ohne Nöhlen die Lücke

In der letzten Stund

Unverseuchter Kühnheit?

 

Entwöhnung von den Akten eines Bückens

Von dem Blues einer Waage

Erzogen im Flaken eines Glaubens

Und durch Verschnaufpausen einer Busse -

Falkenlust der Ängste…

Die Frage gilt: wer erhebt

Ohne Mühe seine Zöpfe

Aus dem Igel-Wuchs

Ungezeugter Heimeligkeit?

 

Versöhnung in Katarakten eines Zückens

Für das Blut einer Wahl

Erhoben im Mukus eines Würgens

Und durch die Hauchblase einer Düne -

Hühnerställe voller Rehe…

Die Frage gilt: wer erlebt

Ohne Nöhlen die Tücke 

In dem Kummerbund 

Unvergeudeter Blüte?

 

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