340. Tagesgedicht: Ausruf

Ich rufe aus: nur Wände und Türen!

Und die Hunde sind los im Garten…

Die Freiheit ist verborgen in Tat.

Für die Formeln borge ich mir

Einige Grenzen und

Ein Mass Aufrichtigkeit:

Geborgen in diesem Moment und im nächsten

Ein abgelaufener Pass und

Ein gebogenes Knie.

Es erscheint nichts. Am Ausgang

Eröffnet sich ein Forum:

Sammeltrog all des Trugs

In der die Wahrheit verborgen ist.

Ich - ich trete hinaus

Hinaus vor die Flinten im Korn

Hinaus vor die Finten im Zorn

Hinaus vor den minderen Born

Hinaus vor die Blindheit des Korns. 

Die Krücken wachsen in den Himmel. 

Ich sehe meinen Mut und wie einen Gurt

Die Wagenspuren der Sprache darum:

Könnt ich nur rufen

Mit schmerzendem Rectum

Meinetwegen mit senfgelbem Spektrum

Meinetwegen mit kerzengradem Bücken

Meinetwegen: dass die Wände nicht Gärten

Die Türen nicht Hunde:

Dass die Heraustretenden

Die Herausgerufenen

Glaubten

An die im Wort verborgene Freiheit

Die in Wahrheit und nicht in Tat

Geborgen. Glaubten dass 

Würfe man einen Stein in mich

Der Schall nicht tröge:

Das Stampfen des Hufs in gewundener Koppel.

 

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