29. Viertelstundgedicht

Die Welt holt immer dich ein

Ein Brief

Ein Anruf

Ein überhörtes Wort

Wenig genügt

Um dich erneut zu jagen.

Selbst im Stillen

Stört ein Kleines dich

Auf. Leichte Beute

Für alles Weltliche –

Fliegst du auf

Aus deinen Binsen

In denen du eben noch kauertest.

Deine Flucht kostet dich

Mehrmals am Tage

Viel Kraft

Die dir fehlen wird

Aus der du gewännest

Was dich weiter tragen könnte

Als dieses Hoch-Hinauf

Und Erneut-Hinab.

Um dich stürzen andere ab

Die man rupfen wird

Die nicht wiederkehren.

Dir fehlen nur

Ein paar Federn.

Die andern

Landen auf den Tischen

Der Wirklichkeit.

 

(Basel, 09.01.12) 

 

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