28. Viertelstundgedicht

Was du sagen willst

Dringt nicht hoch –

Ring nur die Hände!

Unten liegt’s

Ein Ball

Der im Brunnen lebt

Seit er fiel

Wie Engel.

Hände hielten ihn

Bilder

Kaum Wörter.

Sage es

Denn möglich ist es

Im Können übe dich

Schustere

Zimmere

Schneid und näh die Stoffe

Tue an den Worten

Was sie dir taten –

Der Brunnen mag einen Grund haben

Wie der Strand jener baltischen Küste

Auf deren Dünen schon der Kieferwald beginnt.

Kümmere dich nicht

Im Gleichmut des Sehnens wirst du ihn erschweigen

Südlicher wird er sein

Und dir gehören

Da du an anderm schufest.

 

(Basel, 09.01.12)

 

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