Letztes Viertelstundgedicht aus dem alten Jahr

In mir krümmt sich

Die Ruhe

Wie die Gräser

Einer Wiese im Morgen

Die Schritte bewahren

Um mit der Wärme des Tages

Sie wieder zu verlieren.

Die Ruhe ist stumm.

Sie hat nichts zu sagen.

Wenn was auf sie trifft

Entsteht ein Klingeln

Wie von Ringen einer Kette.

Was auf sie trifft

Ist schon nicht mehr dem Aussen zugehörig

Ist schon verschleimt vom unmerklichen Ich

Was auf sie trifft

Lässt sie zittern

Wie die Federn der Tauben in den Gassen.

Ich befürchte nicht

Dass sie sich in ihrem Zittern

Gleich dem wilden Weizen im Rasen

Momentan

Veränderte

Aber dass sie

Unter den Tritten dessen

Was über sie kommt

Über sie die Wehrlose

Dass sie unter den Stössen dessen

Was ich in mich lasse

Lassen muss

Sich verliert

Das schon.

Sie krümmt sich

Die Ruhe

Sie zittert

Und ich bin wie einer

Der Eier trägt

Verstecken will

Im hohen Gras.

 

(Basel, 28.12.11) 

 

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