23. Viertelstundgedicht

Nachdenken

Über die Berechtigung

Meiner Wörter

Über die Beständigkeit

Meiner Sätze

Über die Transposition

Meines Denkens

(Vielleicht auch meines Fühlens

Wobei ich mir dessen nicht sicher sein kann

Seiner ungerechtfertigten Unbeständigkeit wegen).

Unsere Hände

Paraphrasiere ich

Drehen auch

An den Transmissionsriemen

Der Wirklichkeit –

Doch wie mit unseren Aussagen?

Kann es denn gelingen

Sie als Taten wirken zu lassen

Sie im Sinne einer Transfusion

Rein und ehrlich und spielerisch

Zu transmittieren

So auch

Dass dabei

Die Transformation die sie beinhalten

Gelesen wird und wiederum

Eine Zustandsänderung bewirkt

(Bewirken kann)

Nicht nur im Leser

Auch im Gedicht?

 

(Basel, 19.12.11)

 

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