Viertelstundgedicht XIX

Fehlgeburt Tag.

Sinnen von Müdigkeit

Beschwert. Ohne Staunen die Hände

Derer erfassen und lenken fast das Leben.

Flug des Worts

Flosse schlagend

Die Dünung der unverlierbaren

Echtheit

Die pfützenhaft im Mondschein

Tümpelt. Das Blas meiner Seele

Stiebt buschig

Und verweht

In die Breite.

Undeutlich murmelt der Strom

Aus dem meine Wörter stammten

Nichts erhebt sich

Newtons Apfel fällt donnernd

In den Schoss der Besinnung –

Es scheppert in den Kulissen

Der Statist

Wirklichkeit. Vollkommen

Allein

Erstreckt sich das Gelände

Einer Liebesnacht

Ohne Samen.

Ich spucke aus

Spucke auf die

Die sich fügen

Ehe sich meine Lider

Senken über den eignen Willen.

Verstümmelt

Liegt in der Brandung

Die Gräte einer Geschichte.

Ich lüge

Ein letztes Mal

Und behaupte

Dass Leben dies

Nicht war, nicht ist –

Und doch

Altern wir.

Kiemengaben

Zieht es durchs Gesicht.

Ach dunkler ist’s noch

Als hier. Nichts leuchtet.

 

(Basel, 08.12.11)

 

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